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Strände auf Öland

Ölands Strände von Böda Sand bis Grönhögen — feiner Sand, flaches Wasser, Surfspots sowie Hinweise zu Badesaison, Parkgebühren und Algen in der Ostsee.

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Inhalt

Öland ist eine Badeinsel, und das aus geologischen Gründen — die lange, schmale Form sorgt dafür, dass fast immer eine windgeschützte Küstenseite erreichbar ist. Zwei sehr unterschiedliche Küsten treffen hier aufeinander – der schmale Kalmarsund im Westen und die offene Ostsee im Osten, dazu feine Sandstrände, Felspartien, grasbewachsene Ufer und alte Kaltbadehäuser. Die berühmtesten und breitesten Sandstrände liegen im Norden, aber auch der Süden hat seine ruhigen Ecken. Dieser Guide ordnet die wichtigsten Strände ein und beantwortet die Fragen zu Wasser, Saison und Algen.

Böda Sand — Ölands längster Sandstrand

Die Bödabukten im Nordosten der Insel ist Ölands großer Badeklassiker. Mit rund 20 Kilometern Sandstrand ist Böda Sand der längste Strand Ölands und zählt zu den längsten Sandstränden Schwedens. Der Sand ist fein und kreideweiß, das Wasser fällt sehr flach ab (schwedisch långgrunt) — beides macht den Strand ausgesprochen kinderfreundlich. Die Bucht zieht sich von Böda bis Ångjärnsudden; einzelne benannte Badestellen sind Lyckesand, Homrevet und Fagerrör, teils mit Toiletten und Rastplätzen.

Hinter dem Strand liegt eines der größten Dünengebiete Schwedens. Der Sand hat sich über rund 12.000 Jahre aus der Ostsee und durch den Wind angesammelt; die größte Düne, Bölinge backe, ist etwa zehn Meter hoch. Das Gebiet steht als Naturreservat (Bödakustens östra) unter Schutz; Strand und Reservat sind ganzjährig frei zugänglich, nur der Parkplatz Lyckesand ist in der Hochsaison kostenpflichtig. Mehr zum Strand selbst steht unter Böda Sand.

Lyckesand — die ruhige Alternative im Norden

Direkt im Anschluss an Böda Sand zieht sich Lyckesand nach Norden; beide Strände gehen ineinander über und liegen im selben Naturreservat an der Bödaküste. Lyckesand gilt als die naturnähere und ruhigere Variante – mit Kiefernwald und Dünen im Rücken und weniger Infrastruktur als der belebte Hauptstrand. Wer den gleichen feinen Sand sucht, aber dem Trubel des Campings ausweichen möchte, ist hier richtig.

Eine eigene Kilometerangabe für Lyckesand gibt es nicht – der Strand verschmilzt mit Böda Sand zu einem durchgehenden Band. Details unter Lyckesand; einen Überblick über die geschützten Gebiete der Küste gibt der Guide zur Natur Ölands.

Grönhögen — Kalkbruch und Gästehafen im Süden

Der Süden ist karger und stiller. An der Südwestküste, nahe der Südspitze, liegt Grönhögen – ein ruhiges Gegenstück zum belebten Norden. Statt eines breiten Sandstrands prägt hier ein gefluteter Kalkbruch (kalkbrott) das Bild: ein beliebter Badeplatz mit klarem Wasser direkt an der Küste. Strand und Hafenpromenade sind frei und ganzjährig zugänglich. Der überschaubare Gästehafen liegt direkt daneben.

  • Baden – am gefluteten Kalkbruch; im Hochsommer erreicht das Wasser hier wie überall vor Öland rund 12 bis 20 Grad. Bewachung oder barrierefreier Zugang sind offiziell nicht dokumentiert.
  • Gästehafen – rund 20 Gastliegeplätze längsseits am Kai; die Tagesgebühr schließt Toilette, Dusche und Waschmaschine ein. Auf der offiziellen Infoseite ist sie nicht beziffert, laut Buchungsportal beginnt sie bei rund 220 SEK pro Tag.
  • Versorgung – Diesel, Gasol, Slipanlage, Latrinenstation und Fahrradverleih; am Hafenareal liegen Galerie und Café, das Mühlen-Restaurant Kvarnen ist nahebei.

Direkt bei Grönhögen liegt zudem LinksGolf Öland (Green Fee 800 SEK für 18 Loch, Jugend bis 18 Jahre 400 SEK, inklusive Banguide und Cart). Mehr zum Ort und seiner Geschichte steht unter Grönhögen.

Baden in der Ostsee — Wassertemperatur und Saison

Ebbe und Flut spielen in der Ostsee keine Rolle, die Brandung ist mild. Im Sommer liegt die Wassertemperatur rund um Öland im Schnitt bei etwa 16 °C, an einzelnen Julitagen klettert sie bis auf rund 20 °C. Die beste Badesaison ist damit klar Juli und August – im Frühsommer und Spätsommer ist das Wasser deutlich frischer.

Welche Küstenseite die wärmere ist, hängt vom Wind ab. Bei den auf Öland vorherrschenden Süd- und Südwestwinden ist mal die Ostsee-, mal die Kalmarsund-Seite geschützter. Genau das ist der praktische Vorteil der schmalen Insel – wer morgens windexponiert steht, fährt nachmittags ein paar Kilometer auf die andere Seite. Wie sich die Saison übers Jahr verteilt, steht im Guide zur besten Reisezeit.

Algen ehrlich eingeordnet

In sehr warmen Sommern kann es – wie überall in der Ostsee – zu Algenblüten kommen. Verantwortlich sind meist Blaualgen (Cyanobakterien), die sich vor allem von Juli bis August bei warmem, ruhigem Wetter bilden und als Teppich an die Oberfläche steigen. Wichtig zu wissen – etwa die Hälfte dieser Blüten kann giftig sein. Bei sichtbarem Algenschlier gilt deshalb: nicht baden, und Kinder und Hunde fernhalten.

Die Badeplätze auf Öland werden von der Kommune regelmäßig auf Bakterien und Algen beprobt. Aktuelle Wasserwerte und Algenmeldungen lassen sich vor dem Badetag über die Havs- och vattenmyndigheten beziehungsweise die Länsstyrelsen Kalmar abrufen. Tritt eine Blüte auf, hilft oft schon der Wechsel auf die windexponierte, in Bewegung gehaltene Küstenseite.

Surfen, Kiten und aktive Strände

Wer mehr als nur baden will, findet auf Öland gute Bedingungen für Wind- und Kitesurfer. Der Haga Park bei Färjestaden auf der Kalmarsund-Seite gilt als einer der bekanntesten Spots Schwedens – mit zuverlässigem Wind vor allem im Frühjahr und Herbst, flachem und im Sommer warmem Wasser. Ein Surfers Center vor Ort verleiht Windsurf- und SUP-Ausrüstung und bietet Kurse. Weitere Reviere sind Köpingsvik, Sandbergen und Kleva.

Am familienfreundlichen Ende des Spektrums steht das Kronocamping Böda Sand: Die Anlage hinter dem Strand ist eines der größten Campings Schwedens (rund 1.350 Stellplätze und 125 Hütten) und bringt eine ganze Infrastruktur mit – Restaurants wie den Böda Beach Club und Krabban, Bäckerei, ICA-Supermarkt, Pool und Spa, Adventure-Golf, Tennis, Beachvolleyball sowie Verleih für SUP und Tretboote und RIB-Touren. Der Strand liegt nur rund 20 Meter entfernt und wird täglich gereinigt.

Anreise zu den Stränden

Mit dem Auto erreicht man Öland über die mautfreie Ölandbrücke (6.072 Meter, seit 1972) von Kalmar nach Färjestaden; sie ist nur für Kraftfahrzeuge zugelassen. Von Kalmar aus fahren auch Busse über die Brücke; per Bahn (SJ und Krösatåg) kommt man bis Kalmar, etwa von Stockholm, Göteborg, Malmö, Kopenhagen oder Växjö. Ganzjährig verbinden zudem zweimal täglich Direktbusse die Stockholm City Terminal mit Öland, mit Halten bis Böda im Norden.

Im Sommer fährt außerdem eine saisonale Autofähre von Oskarshamn nach Byxelkrok im Norden Ölands (Überfahrt rund zwei Stunden) – praktisch, um den ruhigen Norden mit seinen Stränden direkt anzusteuern oder Öland mit Gotland zu kombinieren, denn von Oskarshamn fährt auch die Gotland-Fähre nach Visby (rund drei Stunden). Alle Verbindungen im Detail stehen im Guide zur Anreise und zur Fähre.

Häufige Fragen

Welche Strände auf Öland sind kostenlos?+

Im Grunde alle. Böda Sand und Lyckesand im Naturreservat Bödakustens östra sind ganzjährig frei zugänglich, ebenso der Badeplatz und die Hafenpromenade in Grönhögen. Geld kostet nur Zusatz-Infrastruktur — der Parkplatz Lyckesand in der Hochsaison (15. Juni bis 15. August) mit 10 SEK pro Stunde, der Gästehafen Grönhögen für Boote sowie Verleih und Kurse am Surfspot Haga Park.

Welcher Strand auf Öland ist der schönste und für Kinder am besten?+

Böda Sand (Bödabukten) im Nordosten ist die erste Wahl. Mit rund 20 km feinem, kreideweißem Sand ist es Ölands längster Strand; das Wasser fällt sehr flach ab (långgrunt), und am benachbarten Kronocamping Böda Sand liegt eine der größten Ferienanlagen Schwedens mit Pool, Eis und Verleih. Wer es ruhiger mag, weicht auf das nördlich anschließende Lyckesand aus.

Wie viele Strände gibt es auf Öland und welche lohnen sich?+

Redaktionell vorgestellt werden drei Badeziele plus ein Surfspot. Im Norden bilden Böda Sand und Lyckesand einen durchgehenden, kilometerlangen Sandstrand; im Süden liegt Grönhögen mit gefluteten Kalkbruch und Gästehafen. Aktivurlauber zieht es zusätzlich an den Haga Park bei Färjestaden, einen der bekanntesten Wind- und Kitesurf-Spots Schwedens.

Wie warm ist das Wasser zum Baden auf Öland?+

Im Sommer liegt die Wassertemperatur im Schnitt bei etwa 16 °C, an einzelnen Julitagen werden bis zu rund 20 °C erreicht. Die beste Badesaison ist Juli und August. Das flach abfallende Wasser im Norden erwärmt sich an ruhigen Tagen schneller als die offene Küste.

Gibt es auf Öland Probleme mit Algen?+

In der Ostsee treten vor allem im Spätsommer (Juli bis August) bei warmem, ruhigem Wetter Blaualgenblüten auf. Etwa die Hälfte dieser Cyanobakterienblüten kann giftig sein, deshalb sollte man bei sichtbarem Algenteppich nicht baden. Die Badeplätze werden von der Kommune regelmäßig beprobt, aktuelle Werte gibt es bei der Havs- och vattenmyndigheten und der Länsstyrelsen Kalmar.

Wo kann man auf Öland surfen oder kitesurfen?+

Der bekannteste Spot ist der Haga Park bei Färjestaden an der Kalmarsund-Seite — flaches, im Sommer warmes Wasser und zuverlässiger Wind vor allem im Frühjahr und Herbst. Ein Surfers Center vor Ort verleiht Ausrüstung und gibt Kurse. Weitere Spots sind Köpingsvik, Sandbergen und Kleva.