Borgholms Slott
Skandinaviens eindrucksvollste Burgruine
Übersicht
Burgruine, Königsgarten, Ringburg, Leuchttürme und Windmühlen: Ölands große Sehenswürdigkeiten im Überblick, mit Preisen in SEK, Saison und Tipps zum Kombinieren.
Skandinaviens eindrucksvollste Burgruine
Ölands Kalksteinsäulen am Meer
Ölands rekonstruierte Ringburg
Schiffssetzung & Windmühle im Süden Ölands
Freilichtmuseum in einem alten Bauerndorf
Leuchtturm an Ölands Nordspitze
Schwedens höchster Leuchtturm
Bockwindmühlenreihe im Osten Ölands
Ölands größter Familienpark mit Wasserwelt
Ölands Vogelreservat an der Südspitze
Sommerresidenz der Königsfamilie
Ölands Kalksteppe im UNESCO-Welterbe
Verwunschener Küstenwald an Ölands Nordspitze
Kunstmuseum für schwedische Glaskunst
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Öland trägt seine Geschichte offen in der Landschaft: eine königliche Schlossruine über dem Kalmarsund, eine rekonstruierte Ringburg auf der Alvar-Steppe, zwei Leuchttürme an den Inselspitzen und Windmühlen, die als Wahrzeichen über die Felder ragen. Dieser Überblick ordnet die großen Sehenswürdigkeiten der Insel nach Thema, nennt die Preise in SEK und zeigt, wie sich die Ziele zu Tagestouren verbinden lassen. Strände und reine Naturziele findest du in den eigenen Rubriken.
Rund um die Inselhauptstadt liegen die beiden bekanntesten Ziele Ölands dicht beieinander. Borgholms Slott thront als mächtige Steinkulisse über der Stadt und gilt als eindrucksvollste Burgruine Skandinaviens. Die Saison reicht vom 28. März bis 1. November; von Mai bis August ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, in den Randmonaten kürzer, geschlossen bleibt das Schloss 2026 nur am 13. und 14. Juli (Victoriakonzert) sowie am 24. September. Erwachsene zahlen 140 SEK in der Neben- und 150 SEK in der Hauptsaison (22. Juni bis 8. August), Kinder unter 5 Jahren sind frei, bezahlt wird nur mit Karte. Der App-Audioguide auf Deutsch, Englisch und Schwedisch ist im Eintritt enthalten, eine personell geführte Tour kostet extra.
Wenige Minuten südlich öffnet Schloss Solliden, die Sommerresidenz der schwedischen Königsfamilie, seine Gärten: 2026 vom 7. Mai bis 27. September. Zugänglich sind nur der weitläufige Park mit italienischem und englischem Garten sowie die Ausstellung, nicht das Schlossgebäude selbst; das Ticket kostet 150 SEK für Erwachsene und 70 SEK für Kinder von 7 bis 18 Jahren. Die Öffnungszeiten wechseln über die Saison (im Hochsommer 11 bis 18 Uhr), der Parkeinlass schließt jeweils eine Stunde vor Schluss. Beide Schlösser sind über den Schlosswald zu Fuß miteinander und mit dem Zentrum von Borgholm verbunden - zusammen mit einem Stadtbummel ergibt das einen vollen Tag.
Der Süden der Insel erzählt von ihren frühen Bewohnern. Eketorps Borg ist die einzige vollständig ausgegrabene und teilrekonstruierte Ringburg Ölands, heute ein Freilichtmuseum mit alten Haustierrassen, Handwerk und Führungen mitten in der Welterbe-Kulturlandschaft Süd-Ölands. Der Eintritt ist saisonal gestaffelt: In der Sommersaison (20. Juni bis 16. August, täglich 10 bis 17 Uhr) zahlen Erwachsene 150 SEK, Kinder von 7 bis 19 Jahren 100 SEK, Studenten und Senioren 125 SEK; im Frühling kostet der Erwachsenen-Eintritt 75 SEK, im Herbst 125 SEK, Kinder bis 6 Jahre sind immer frei (Stand 2026). Im Juni und ab dem 19. August öffnet die bemannte Burg nur Mittwoch bis Sonntag, am Midsommarafton (19. Juni) bleibt sie geschlossen; für die Herbstferien ist ein Programm angekündigt, die Termine folgen noch. Das Gelände mit der Ringmauer ist auch außerhalb der Öffnungszeiten frei zugänglich.
Nur wenige Kilometer entfernt liegt Gettlinge Gravfält, eines der größten Gräberfelder der Insel: über 300 Gräber, eine rund 30 Meter lange Schiffssetzung aus 23 Granitblöcken, Domarringe und eine Bockwindmühle ziehen sich auf fast zwei Kilometern entlang der Väg 136 über die Landkante, mit weitem Blick über den Kalmarsund. Gettlinge ist der einzige Ort Schwedens, an dem Windmühle und Schiffssetzung nebeneinander stehen; genutzt wurde das Feld über 2.000 Jahre, von der Bronzezeit bis in frühchristliche Zeit. Der Besuch ist kostenlos und ganzjährig möglich - beide Ziele lassen sich gut zu einer Runde durch den Inselsüden verbinden.
Die schlanken Inselwahrzeichen markieren die Enden Ölands. An der Südspitze steht Långe Jan, mit 42 Metern Schwedens höchster Leuchtturm, erstmals 1785 entzündet und bis heute aktiv. 197 Stufen führen zur Plattform über dem Vogelreservat Ottenby; die Saison reicht von Anfang April bis Ende Oktober. Der Aufstieg kostet 50 SEK für Erwachsene und 30 SEK für Kinder, die Einnahmen gehen an die Vogelstation Ottenby; das angegliederte Naturum Ottenby ist gratis. Das nördliche Gegenstück ist Långe Erik, der 32 Meter hohe weiße Leuchtturm von 1845 auf der kleinen Insel Stora grundet, über einen Damm erreichbar. Seit 1999 ist er über 138 Stufen begehbar, im Sommer mit Führungen und einem kleinen Souvenirladen; die Saison reicht laut Sekundärquellen etwa von Mitte Mai bis Mitte September. Areal und Spaziergang sind frei, nur die Turmbesteigung kostet - Preise und genaue Zeiten für 2026 sind offiziell nicht bestätigt, daher am besten vorab auf langeerik.se prüfen.
Als drittes Inselwahrzeichen lohnt die Mühlenreihe Lerkaka Väderkvarnar im Osten: fünf historische Bockwindmühlen an der Straße 925, eine davon als Schaumühle begehbar, dazu ein Runenstein aus dem 11. Jahrhundert gegenüber. Die Anlage ist rund um die Uhr frei zugänglich; Café und Toilette des Rastplatzes laufen nur im Sommer.
Die sieben Ziele verteilen sich über die ganze Insel: Borgholms Slott und Solliden liegen zentral an der Westküste, Långe Erik markiert die Nordspitze, Eketorp, Gettlinge und Långe Jan den Süden. Wer Nord und Süd an verschiedenen Tagen ansteuert, spart Wege und erlebt die ganze Bandbreite - wie sich die Etappen sinnvoll legen lassen, zeigt die Reiseplanung. Ergänzend prägen rund 350 erhaltene Windmühlen und die mittelalterlichen Kirchen das Bild Ölands ebenso wie Schlösser und Leuchttürme.