Borgholm
Inselhauptstadt mit Schloss & Hafen
Übersicht
Die fünf wichtigsten Orte Ölands von Borgholm bis Byxelkrok — was sie ausmacht, welcher sich als Standort eignet und wie man sie auf der langen Insel ansteuert.
Inselhauptstadt mit Schloss & Hafen
Fischerdorf & Sommerhafen im Norden
Küstenort an der Pforte zum tiefen Süden
Tor zur Insel & größter Ort Ölands
Hauptort am Tor zum Stora Alvaret
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Öland hat nur eine richtige Stadt, dafür viele charaktervolle Orte und Dörfer, die sich entlang der schmalen Insel aufreihen. Diese Übersicht hilft, sich zu orientieren — welcher Ort wofür steht, wo man ankommt und wie man die weiten Strecken zwischen Nord und Süd sinnvoll plant.
Borgholm an der Westküste ist die einzige Stadt (schwedisch stad) Ölands und das sommerliche Zentrum mit Hafen und Strandpromenade. Oberhalb des Ortes thront Borgholms slott, eine Schlossruine und eine der bekanntesten Burgruinen Skandinaviens. Sie ist kein bewohntes Schloss mehr – ein Brand zerstörte sie 1806, erhalten sind die kahlen Kalksteinmauern. Heute dient die Anlage als Museum und Veranstaltungsort für Kunstausstellungen und Sommerkonzerte.
Die Ruine ist 2026 vom 28. März bis 1. November täglich geöffnet, im Hochsommer von 10 bis 18 Uhr, in den Randmonaten von 10 bis 17 Uhr; geschlossen bleibt sie nur am 13. und 14. Juli (Victoriakonzert) sowie am 24. September. Erwachsene zahlen in der Nebensaison 140 SEK, in der Hauptsaison vom 22. Juni bis 8. August 150 SEK; Kinder unter 5 Jahren sind frei, bezahlt wird ausschließlich mit Karte, der App-Audioguide ist inklusive. Mehr unter Borgholms Slott und im Ortsporträt Borgholm.
Nur wenige Kilometer südlich liegt Solliden, die Sommerresidenz der schwedischen Königsfamilie. Das Wohngebäude selbst ist nicht zugänglich, der weitläufige Schlosspark öffnet aber täglich vom 7. Mai bis 27. September 2026. Der Besuch ist kostenpflichtig: Erwachsene zahlen 150 SEK, Studierende 100 SEK, Kinder und Jugendliche von 7 bis 18 Jahren 70 SEK, jüngere Kinder sind frei; das Ticket gilt für Park und Ausstellung zusammen. Details unter Schloss Solliden. Beide Schlösser plus Stadtbummel füllen bequem einen Tag.
Färjestaden liegt am östlichen Brückenkopf der Ölandbrücke und ist mit rund 6.000 Einwohnern der größte Ort der Insel. Weil hier die Brücke vom Festland ankommt, gilt er als „Tor zur Insel”. Der Name („Fährstadt”) erinnert an die frühere Fährverbindung Kalmar–Färjestaden, vor der Brücke die einzige Anbindung ans Festland; die letzte Fähre fuhr am 30. September 1972, im selben Jahr öffnete die Brücke.
Die Ölandbrücke (Ölandsbron) ist sechs Kilometer lang, ruht auf 156 Pfeilern und ist mautfrei – mehr dazu unter Ölandbrücke und im Guide Anreise nach Öland. Rund um Färjestaden konzentriert sich einiges, was praktisch ist:
Mehr zum Ort selbst steht unter Färjestaden.
Im Süden ist Mörbylånga der Hauptort, eine Köping (Marktflecken). Das Straßenbild stammt aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, am Torg steht ein Marktbrunnen, dazu kommen mehrere Cafés und Restaurants. Der Hafen war früher ein Handelshafen. Lange prägte ein Zuckerwerk (Sockerbruk) den Ort; es lief 1991 die letzte Kampagne, die meisten Gebäude wurden ab 1993 abgerissen.
Mörbylånga ist der natürliche Ausgangspunkt für das UNESCO-Welterbe „Södra Ölands odlingslandskap”, die Agrarlandschaft Süd-Ölands, die im Jahr 2000 in die Welterbe-Liste aufgenommen wurde. Dessen Herzstück ist das Stora Alvaret, der weltweit größte zusammenhängende Alvar-Lebensraum, kostenlos und frei zugänglich. Das Alvar wird bis heute beweidet – diese Beweidung ist für die besonderen Pflanzen und Tiere überlebensnotwendig. Mehr unter Stora Alvaret und im Überblick zur Natur Ölands. Gleich südlich liegt das frei zugängliche Gräberfeld Gettlinge gravfält. Das Ortsporträt steht unter Mörbylånga.
Im Nordwesten ist Byxelkrok ein malerisches Fischerdorf mit Gästehafen, Bootshäusern (sjöbodar) und Badestrand. Anders als der Rest der Insel ist es im Sommer direkt vom Festland aus erreichbar: Die Auto- und Personenfähre M/S Solsund verbindet Byxelkrok mit Oskarshamn, die Saison 2026 läuft vom 12. Juni bis 31. August. Der Ort ist Ausgangspunkt zu den Highlights der Nordspitze – den Kalksteinsäulen von Byrums raukar, dem verwitterten Kiefernwald Trollskogen und dem Leuchtturm Långe Erik. Areal, Damm und Spaziergang sind dort ganzjährig kostenlos; nur die Turmbesteigung im Sommer kostet eine kleine Gebühr. Mehr zur Fähre im Guide Fähre nach Öland, mehr zum Ort unter Byxelkrok.
Degerhamn an der Südwestküste ist einer der letzten größeren Orte vor der Südspitze und der praktische Ausgangspunkt für den tiefen Süden: die eisenzeitliche Ringburg Eketorp (Sommer 150 SEK), das Naturreservat Ottenby – Schwedens bedeutendstes Vogelgebiet, frei zugänglich – und der Leuchtturm Långe Jan, mit 42 Metern der höchste Schwedens, dessen Turmaufstieg im Sommer 50 SEK kostet. Mehr zum Ort unter Degerhamn.
Öland ist eine schmale Langinsel, die Hauptachse ist die Straße 136. Der Norden (Böda, Byxelkrok, Sandvik) und der Süden (Stora Alvaret, Ottenby, Långe Jan, die Welterbe-Dörfer) liegen weit auseinander; Borgholm und Solliden liegen mittig im Norden. Es lohnt sich, Tagesausflüge nach Himmelsrichtung zu planen und einen zentralen Standort wie Borgholm oder Färjestaden zu wählen.
Der Bus bringt einen auch ohne eigenes Auto auf die Insel: Linie 101 fährt direkt Borgholm–Kalmar über die Brücke, Linie 106 verbindet Färjestaden in etwa 39 Minuten mit dem Bahnhof Kalmar. Die meisten saisonalen Angebote konzentrieren sich auf den Sommer von Juni bis August – die Fähre nach Byxelkrok fährt nur vom 12. Juni bis 31. August, und Borgholms slott hat von Mai bis August die längsten Öffnungszeiten. Eine Übersicht der Top-Ziele bieten die Sehenswürdigkeiten auf Öland.
Die fünf Orte selbst — Borgholm, Färjestaden, Mörbylånga, Byxelkrok und Degerhamn — kostet kein Eintritt; Hafen, Promenaden und Ortskerne sind frei zugänglich. Auch die meisten Naturziele rundherum sind gratis, etwa Stora Alvaret, Trollskogen, Byrums raukar, das Gräberfeld Gettlinge, die Lerkaka-Mühlen und das Naturreservat Ottenby (nur die Turmbesteigung von Långe Jan kostet). Eintritt verlangen dagegen Borgholms slott (140 bis 150 SEK), Schloss Solliden (150 SEK) und Ölands Djurpark (195 bis 495 SEK).
Borgholm an der Westküste ist die einzige Stadt der Insel, liegt zentral und hat mit der Schlossruine Borgholms slott und dem benachbarten Solliden die beiden meistbesuchten Ziele Ölands direkt vor der Tür. Wer familienfreundlich und verkehrsgünstig wohnen will, ist in Färjestaden an der Brücke gut aufgehoben. Beide Orte halten die Wege nach Norden und Süden kurz.
Wir stellen die fünf wichtigsten Orte vor — Borgholm als einzige Stadt, Färjestaden als größten Ort und Brückenkopf, Mörbylånga als Hauptort des Südens, das Fischerdorf Byxelkrok im Nordwesten und Degerhamn im tiefen Süden. Dazwischen reihen sich unzählige kleine Dörfer mit Steinmauern, Windmühlen und mittelalterlichen Kirchen.
Borgholm an der Westküste ist die einzige Stadt (schwedisch stad) der Insel und das sommerliche Zentrum. Oberhalb des Ortes liegt die Schlossruine Borgholms slott, in der Nähe die königliche Sommerresidenz Solliden. Färjestaden an der Brücke ist mit rund 6.000 Einwohnern zwar der größte Ort, hat aber keinen Stadtstatus.
Wer über die Ölandbrücke fährt, erreicht zuerst Färjestaden am östlichen Brückenkopf — das Tor zur Insel. Die mautfreie, sechs Kilometer lange Brücke verbindet Kalmar auf dem Festland mit Färjestaden und ersetzt seit 1972 die alte Fähre. Im Sommer gibt es zusätzlich eine Autofähre von Oskarshamn nach Byxelkrok im Nordwesten.